Life as a Part-Time Blogger: Der Anfang

es ist an der zeit, klartext zu sprechen.

in dieser rubrik ziehe ich ab jetzt jeden freitag resümee über mein leben als part-time blogger im österreichischen social media-zirkus und beantworte die fragen, die ich normalerweise im face-to-face gespräch immer mit einem künstlichen lächeln versuche zu überbrücken: zahlt sich die ganze investition, egal ob zeit oder geld, beim bloggen eigentlich aus? welche ziele habe ich erreicht? was habe ich falsch gemacht? wo stehe ich jetzt? wo will ich hin? the story of my blogger life, meine erfahrungen und hintergrundinformationen, die ihr vl noch nicht habt…

die ersten denkanstöße:
ich will mich jetzt nicht selber nieder machen oder abwerten aber sind wir uns mal ehrlich: beschreibungen zu beauty-produkten gibt es im internet ungefähr so viele wie reiskörner in china. viele. sehr viele um genau zu sein. auf deutsch: die resonanz auf meine beiträge wurde immer schlechter und meine texte immer inspirationsloser. gebe ich zu.

auf der suche nach einer neuen donnerstagsaufgabe bin ich dann irgendwann gedanklich über ein gespräch mit einem jungen mädchen vom Ladiesflohmarkt gestolpert. die konnte nach meinem outing als fashion bloggerin ihre begeisterung kaum in zaum halten – ich zitiere: ich hab mir jetzt im internet extra einen laptop und eine günstige spiegelreflexkamera gekauft und will auch bald zum bloggen anfangen. ich hab nur leicht gelächelt und gedacht: du hast keine ahnung worauf du dich da einlässt oder was es bedeutet, einen blog zu führen. aber woher sollte sie das auch – redet ja kaum jemand offen und kritisch darüber. und da war sie dann, die aufgabe.

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flashback to the start: was waren meine ersten schritte und warum hätte ich mich besser informieren sollen
wenn man eine geschichte erzählt, sollte man beim ersten relevanten erlebnis anfangen. also.
wir schreiben das jahr 2012. ich bin 23 jahre alt und träume insgeheim davon, berühmt zu werden. realistisch gesehen könnte ich das wohl am ehesten mit meinem talent zur bewegung erreichen. was ich hingegen wirklich mache: einen twitter-account erstellen um über mode zu schreiben. ich bin eine von millionen.

zu diesem zeitpunkt war ich ziemlich furchtlos und bin rückblickend komplett planlos und ohne große recherche an die sache ran gegangen. zum teil gut aber langfristig gesehen ziemlich dumm. ich habe die augen verschlossen vor anderen social media plattformen die damals nicht das standing hatten aber jetzt das non plus ultra der online-community sind. ich spreche vor allem von instagram. 

hätte ich 2012 nicht 140 zeichen auf twitter veröffentlicht sondern meine ersten bilder auf instagram hoch geladen, wäre mein leben als blogger jetzt ziemlich sicher ganz anders. ich hätte mehr abonnenten, ein besseres verständnis für die app und vermutlich mehr leser auf meinem blog. one of the biggest fails of my life. 

die twitter-follower-zahlen der big fashion blog player in österreich untersteigen meine meistens enorm.  twitter hat einfach für blogger nicht die wirkung, die instagram hat. hatte es nie und wird es auch nie haben. warum ich mich damals für zeichen anstatt für bilder entschieden habe? ich weiß es nicht mehr. bereuen tue ich es sehr…

instagram & die qualität der fotos:
mittlerweile konzentriere ich mich online zu 75 % auf eine ganz bestimmte sache – instagram. wichtig dabei sind mir vor allem likes, kommentare und neue abonnenten zu generieren. diese tipps könnten euch vielleicht auch dabei behilflich sein, die abonnentenzahl in die höhe zu treiben:

qualität der bilder
egal ob ihr mit dem handy oder einer richtigen guten kamera unterwegs seid: die fotos werden noch eher geliked wenn sie professionell bearbeitet sind. fakt. ich bearbeite meine smartphone bilder gleich am iPad mit der app VSCO (kostenlos). der große bildschirm und die unzähligen bearbeitungsmöglichkeiten innerhalb der app machen kinderleicht. probiert es selbst aus und investiert auch mal in gute filter.

hashtags
begebt euch auf hashtag-suche: welche hastags benutzen die erfolgreichsten accounts auf inta? recherchiert und benutzt die häufigsten tags auch in euren beiträgen.

netzwerken innerhalb der community
ein insta-blogger-geheimnis: kollegen helfen sich untereinander sehr gerne aus. wie das funktioniert? es wird eine gruppe im nachrichten-feed von instagram erstellt und darin werden alle öffentlich geposteten beiträge ebenfalls geteilt. jedes gruppenmitglied ist demnach verpflichtet diesen beitrag zu liken und zu kommentieren. das schneeballsystem der social media welt. es funktioniert.

liken, kommentieren und präsent sein
abgesehen davon solltet ihr so viel liken und kommentieren wie möglich. ich nehme mir abends immer mindestens eine stunde zeit um meinen feed zu liken und mich auf die suche nach potenziellen abonnenten zu machen. die belohnung dafür bekomme ich spätestens in der früh mit unzähligen likes und oft mit einem followeranstieg präsentiert. so macht der morgen richtig spaß.

was auch richtig spaß gemacht hat, war diesen beitrag zu erstellen. ein bisschen wie haare schneiden nach einer trennung. oder klamotten ausmisten nach einem langen winter. #befreiung

nächsten freitag möchte ich euch gerne in die geheimnisse der blogger netzwerke in österreich einweihen. bis dahin, eine gute zeit…

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